22. -24. Aug. 2025
Weinreise an Nahe, Lahn und Rhein
Die Weinexkursion führte gleich in drei klassische Weinbaugebiete: Die Nahe, den Rheingau und den Mittelrhein mit der Lahn. Auch wenn diese Gebiete räumlich nah beieinander liegen, unterscheiden sie sich insbesondere geologisch, ein Faktor, der den Weinen viel an Eigenart verleiht. Gemeinsam haben sie jedoch den Riesling als die prägende Rebsorte.
Auf dem Weg von der Mosel an die Nahe erfolgte eine Rast am Nationalparktor Erbeskopf, um die Lebensräume und die Arten des 2015 gegründeten Nationalparks Hunsrück-Hochwald kennenzulernen.
Weiter ging es zum Weingut Prinz Salm in Wallhausen/Nahe. Das seit über 800 Jahren familiengeführte Weingut im Schloss Wallhausen bewirtschaftet 19 Hektar. Prinz zu Salm-Salm führte durch die Weinprobe und stellte das Weingut und die besonderen geologischen Bedingungen der Nahe vor.
Die Fahrt ging weiter über den Rhein nach Rüdesheim im Rheingau.
In der historischen Kellerwelt des Weinguts Georg Breuer, das Weinberge in den berühmten Lagen von Rüdesheim, Rauenthal und Lorch bewirtschaftet, wurden die ersten Rheingauer Weine verkostet.
Der folgende Tag führte an die Lahn, die zum Weinbaugebiet Mittelrhein gehört.
Das erste Ziel war der traditionsreiche Kurort Bad Ems. Die Stadt gehört als „Weltbad“ des 19. Jahrhunderts zum UNESCO-Welterbe.
Mittags ging es lahnaufwärts nach Obernhof zum Lahnweingut Haxel. Sein Wein wird in den extremen Steillagen von Obernhof angebaut. Heute sind an der Lahn nur noch wenige Hektar Weinberge vorhanden. Uwe Haxel kommentierte die Weinprobe und berichtet über die Besonderheiten des Weinbaureliktgebietes.
Am Nachmittag ging es in den Rheingau nach Eltville zum Weingut Baron Knyphausen, das im historischen Draiser Hof beheimatet ist. Nach einem Begrüßungssekt erlebten wir Weine aus den renommierten Erbacher Weinlagen, die auf tiefgründigen Löss-Lehm Böden mit Kieseinlagerungen und auch Gesteinsverwitterungsböden wachsen.
Der dritte Tag war dem UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal gewidmet. Entlang des Rheins ging es nach Bacharach, das mit seiner Altstadt als heimliches Zentrum der Rheinromantik gilt. Nach einer Stadtführung wurde das Sommernacht-Weinfest der Bacharacher Winzer in den Rheinanlagen besucht. Es folgte eine Weinprobe im Bio-Weingut Dr. Kauer, Bacharach. Der Betrieb bewirtschaftet Rebflächen im ökologischen Weinbau in den besten Steillagen von Bacharach, Oberwesel und Oberdiebach. Dr. Randolf Kauer, bis 2023 Professor für ökologischen Weinbau an der renommierten Hochschule Geisenheim, stellte informativ und gekonnt das Weingut und seine besonderen Weine vor.
Danach ging es auf die Heimreise.




2.
Aug.
2025
Von Schloss Grünhaus zur Weinbaudomäne Avelsbach
Eine Wanderung zwischen zwei markanten Wein- denkmälern stand am 2. August 2025 auf dem Programm des Riesling-Freundeskreises. Zu Fuß waren 21 Teilnehmer rund 7 Kilometer um den Trierer Grüneberg unterwegs.
Startpunkt war Schloss Grünhaus in Mertesdorf. Dort im Weingut Maximin Grünhaus wurden 2 Weine aus dem traditionsreichen Weingut vorgestellt. Die 3 Monopol-Weinlagen des Betriebs mit zusammen 34 Hektar liegen arrondiert gleich gegenüber dem Schloss. Bis zur Säkularisation 1802 war das Weingut über 1000 Jahre im Besitz der Reichsabtei Sankt Maximin.
Entlang der Weinberge, durch Wald und über Feld und Flur verlief die Wanderstrecke zur ehemaligen Weinbaudomäne Gut Avelsbach.
Die Weinbaudomäne wurde 1896 vom preußischen Staat als Modellbetrieb gegründet, um moderne und rationelle Methoden des Weinanbaus zu fördern und zu erforschen. Die eindrucksvollen Gutsgebäude stammen aus dieser Zeit. In seinem begleitenden Vortrag zeigte Rieslingfreund Peter Schuh die spannende Geschichte der Domäne auf.
Um Gut Avelsbach herum liegt der größte Teil seiner 30 Hektar Weinberge. Volker Emmrich kommentierte die Weine gekonnt und stellte das Konzept des Betriebs vor. 2019 ging die Weinbaudomäne in Privatbesitz über. Seitdem gibt es dort auch das Beschäftigungsprojekt „Teilhabe an Arbeit im Gut Avelsbach“ (TAGA e.V.). Menschen mit Behinderungen haben im Weingut und anderen Bereichen dadurch vielfältige Möglichkeiten der Berufswahl.




29
März
2025
Wein in der Stadt
Bischöfliche Weingüter und Dom
Zum Frühlingsanfang waren wir dem „Wein in der Stadt“ auf der Spur und trafen auf UNESCO-Welterbe und Weinkultur. Die Spurensuche führte uns in Trier zu den Bischöflichen Weingüter und zum Dom mit der Savignykapelle.
Wie die alten Trierer Klöster und Abteien verfügte auch der Bischof und der Dom zu Trier über beste Weinlagen. Unsere Spurensuche begann mit der Führung „Die Trierer Doppelkirchenanlage und die Savignykapelle“, die normalerweise verschlossen ist. Die Grabkapelle des Philipp von Savigny ist ein Kleinod und beherbergt einen sehenswerten restaurierten Flügelaltar vom Ende des 15. Jahrhunderts.
Anschließend ging es zur Weinprobe zu den Bischöflichen Weingütern . Das Weingut bewirtschaftet 130 Hektar. Güterdirektorin Julia Lübcke stellte uns Weine aus den renommierten Lagen von Mosel, Saar und Ruwer vor.
Es folgte eine Führung durch die Unterwelt. Auf drei Etagen erstrecken sich die Weinkeller des Weinguts mit 30.000 m² weit unter der Altstadt Triers. Da 2003 das Weingut des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums übernommen wurde, fand der Abschluss in der Weinwirtschaft Friedrich Wilhelm mit dem Mittagessen statt. Zur Begrüßung erwartete uns ein Sekt.




15.
Sept.
2024
Mitgliederversammlung Römersaal, Vereinigte Hospitien
Die Mitgliederversammlung fand am Sonntag, dem 15. September 2024 um 17.00 Uhr im Römersaal der Vereinigten Hospitien, Krahnenufer 19, 54290 Trier statt.
Aus Anlass des 45jährigen Bestehens des Riesling-Freundeskreises wurden Weine des Weinguts der Vereinigten Hospitien und ein Imbiss gereicht.




23.-25.
August
2024
Exkursion in die Champagne
Die mehrtägige Weinexkursion des Riesling-Freundeskreises führt 2024 in die Champagne.
Die Champagne ist das nördlichste französische Weinbaugebiet und setzt sich aus mehreren großen Regionen zusammen. Das Gebiet ist von Flüssen durchzogen, die von den „Coteaux“, den Weinbauregionen, Montagne de Reims, Vallée de la Marne, Côte des Blancs und Côte des Bar begleitet werden. Die zugelassenen Rebsorten Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier prägen in ihrer unterschiedlichen Zusammensetzung den Champagner. Zugelassen sind aber auch Arbane, Petit Meslier, Pinot Blanc und Pinot Gris, die jedoch nur 0,3% der Rebfläche von rund 34.000 Hektar der Champagne ausmachen.
Die Champagne wurde lange geprägt von den großen, weltbekannten Champagnerhäusern. Mittlerweile bauen aber auch viele Winzerbetriebe ihren Champagner selbst aus. Beide Aspekte finden im Programm Berücksichtigung. Zu kurz kommen wird auch nicht das reichhaltige kulturelle Angebot in diesem historischen Landstrich Frankreichs. Hierzu gehört insbesondere die historische Hauptstadt Troyes, die auch vielfältige Champagner Gastronomie besitzt.




16.
Juni
2024
Weinerlebnis an der Saar -Kanzem-
Der Weinerlebnistag des Riesling-Freundeskreise im Frühsommer führt nach Kanzem an die Saar.
Der Weinort Kanzem wurde erstmals 1030 urkundlich erwähnt und ist geprägt vom landschaftlichen Reiz seiner Lage an dem erhaltenen natürlichen Lauf der Saar. In Kanzem befinden sich auch schöne Villen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als typisches Merkmal der Baukultur an der Saar.
Zu Weinproben kehren wir in die Weingüter Dr. Frey und Cantzheim ein. Der Weg zwischen den Weingütern wird mit einer natur- und kulturhistorischen Führung durch Kanzem gemeistert.




